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Energie und Wertstoffe für die nächste Generation

Energie und Wertstoffe für die nächste Generation

Mit einem Investitionsvolumen von über 500 Millionen Franken zählt kenova zu den bedeutendsten Umwelt-, Energie- und Kreislaufinfrastrukturprojekten der Schweiz. Die neue kenova in Zuchwil ersetzt die bestehende Anlage nach rund 50 Jahren Betrieb und sichert die nachhaltige Verwertung von Abfällen aus 176 Gemeinden. Als Generationenprojekt leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und zum Schliessen von Stoffkreisläufen. Die Anlage in Zuchwil fasziniert mit einer der grössten Photovoltaikfassaden der Welt, markanter Architektur und einem der grössten thermischen Kraftwerke aus erneuerbarer Energie der Schweiz – vorbereitet für Carbon Capture.

Das Projekt auf einen Blick

Gebäudetrimetrie

Copyright Abbildung: Penzel Valier

Kennzahlen

Geschossfläche

44 000 m²

Gebäudevolumen

410 000 m³

Brennbare Bau- und Siedlungsabfälle

über 1 000 t pro Arbeitstag

Verwertung von

250 000 t Abfall p.a.

Bunkerkapazität

12 000 l / 30 000 m³

Erzeugter Strom der Dampfturbine

160 GWh pro Jahr

Die Dampfturbine rotiert mit mehr als 4000 Umdrehungen pro Minute.

Der Generator besitzt eine Maximalleistung von 37 MW.

Die KVA erzeugt so viel Strom, dass der Bedarf von über 40 000 Haushalten abgedeckt werden kann.

Abwärme der KVA-internen Stromproduktion versorgt etwa 12 000 Gebäude.

Fernwärme

120 GWh

Photovoltaik vertikale Gesamtfläche

5400 m²

Photovoltaik Gesamtleistung (Fassade und Dach)

1.4 MWp

Beton

56 000 m³

Anteil Recyclingbeton

ca. 60 %

Natursteinband Fassade

3 000 m

Holzunterkonstruktion Fassade Prozesshalle

6 000 m²

Holzunterkonstruktion Dach Prozesshalle

2 000 m²

Projektverlauf

2015

Start Projektplanung Gesamtplaner

2016

Studienauftrag Architektur

2020

Baubeginn

2025

Bezug

2025

Inbetriebnahme

2028

Fertigstellung

Aus Abfall werden Energie und Wertstoffe

kenova steht exemplarisch für den Wandel von der klassischen Kehrichtverwertungsanlage zur modernen Energiezentrale. Heute geht es nicht mehr allein darum, Abfälle sicher zu verwerten. Moderne Anlagen gewinnen aus Abfall Energie und Wertstoffe zurück. Sie schliessen damit auch Stoffkreisläufe.

Die neue Anlage ersetzt vier bestehende Ofenlinien durch zwei deutlich leistungsfähigere und effizientere Linien. Aus jährlich bis zu 250'000 Tonnen Abfall entstehen Strom, Fernwärme und zurückgewonnene Wertstoffe für die weitere Nutzung.

Mit ihrer Nutzung der CO₂-freien Abwärme für die Strom- und Fernwärme, der grossflächigen Photovoltaikfassade und der Vorbereitung auf zukünftige CO₂-Abscheidungstechnologien zeigt kenova, wie aus einer Entsorgungsanlage ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Energiezukunft wird. Aus den Verbrennungsrückständen werden sowohl Eisen als auch Nichteisenmetalle als Wertstoffe zurückgewonnen und Stoffkreisläufe damit geschlossen.

Technische Anlage
Technische Anlage

Copyright: Federico Farrinetti

Technische Anlage

Copyright: Federico Farrinetti

Ein Projekt für die nächsten 50 Jahre

Die neue Energiezentrale entstand nicht auf der grünen Wiese, sondern parallel zum laufenden Betrieb. Während die bestehende Anlage weiterhin die Entsorgungssicherheit der Region gewährleistete, wurde Schritt für Schritt die nächste Generation der Infrastruktur realisiert.

Diese besondere Ausgangslage verlangte nach vorausschauender Planung und einem ganzheitlichen Blick auf das Areal am Standort Emmenspitz. Dabei wurde nicht nur die Anlage selbst neu konzipiert, sondern das gesamte Areal weiterentwickelt – mit dem Ziel, auch zukünftigen Generationen genügend Handlungsspielraum für neue Technologien und veränderte Anforderungen zu bieten.

Damit wurde nicht nur eine bestehende Anlage ersetzt, sondern die Grundlage für die langfristige Entwicklung des gesamten Standorts geschaffen.

Power to Gas facility

Copyright: Federico Farrinetti

«Die Zukunft wird nicht einfach durch Technologie gestaltet. Die Zukunft wird durch Menschen gestaltet, die gemeinsam lernen.»

Joachim Rutz, TBF + Partner

Unser Beitrag: Komplexität gemeinsam meistern

Die Realisierung von kenova erforderte weit mehr als technische Planung. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg mussten unterschiedlichste Interessen, Fachdisziplinen und Anforderungen zusammengeführt werden – von strategischen Entscheidungen über technische Entwicklungen bis hin zur Umsetzung auf der Baustelle.

Als Gesamtprojektleiterin koordinierte TBF + Partner die Zusammenarbeit aller Beteiligten und schuf die organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektabwicklung. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur Prozesse und Technik, sondern vor allem die Menschen, die das Projekt gemeinsam vorantrieben.

So entstand Schritt für Schritt ein Generationenprojekt, das auf Vertrauen, Zusammenarbeit und interdisziplinärem Denken basiert.

Lernend in die Zukunft

Die Anforderungen an Infrastruktur verändern sich laufend. Neue Technologien, veränderte gesetzliche Vorgaben und gesellschaftliche Erwartungen verlangen nach flexiblen Lösungen.

kenova zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit, digitale Methoden wie BIM und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, dazu beitragen können, komplexe Infrastrukturprojekte erfolgreich umzusetzen. Dabei entsteht Zukunft nicht allein durch Technologie, sondern durch Menschen, die gemeinsam Lösungen entwickeln.

Learning Future

Copyright: Federico Farrinetti

Learning Future

Projektbeteiligte

Gesamtplanung

Gesamtprojektleitung, Oberbauleitung, Hauptinbetriebnahmeleitung

TBF + Partner, Zürich

Gesamtleitung Bunker, Kesselgebäude, Energiezentrale, Fluwa-Gebäude, Rückbau Altanlage

TBF + Partner, Zürich

Gesamtleitung Verwaltung und Umgebung

Penzel Valier, Zürich

Fachplanung

Architektur, Gestalterische Leitung Gesamtanlage:

Penzel Valier, Zürich

Bauingenieurwesen

Tragwerk: Afry Schweiz, Zürich Tiefbau: TBF + Partner, Zürich

Bau- und Montageleitung

TBF + Partner, Zürich S+B Baumanagement, Pratteln I.C.E. AG, Wil

BIM-Management

TBF + Partner, Zürich

Gebäudetechnik

Gesamtleitung, Fachkoordination, Fachplanung Spezialgewerke und Gebäudeautomation:

TBF + Partner, Zürich

HLKK: Triair, Jona SG

Sanitär: Bösch Sanitäringenieure, Dietikon

Elektro Gebäude: Bering AG, Bern

Photovoltaik: sundesign photovoltaic engineering, Stallikon

Landschaftsarchitektur

Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt, Bern

Spezialisten

Bauphysik: Gartenmann Engineering, Zürich

Sicherheits- und Brandschutzplanung: Hautle Anderegg und Partner, Ostermundigen / Urs Käser AG, Jegenstorf

Umweltplanung und Ersatzmassnahmen: TBF + Partner, Zürich

Verkehrsplanung und Logistik: TBF + Partner, Zürich

Verfahrenstechnik und EMSRL-T

TBF + Partner, Zürich

Leistungen TBF

  • •Gesamtprojektleitung
  • •Übergeordnete Arealplanung
  • •Fachliche und räumliche Koordination aller Leistungen
  • •Durchführung Architektur-Studienauftrag
  • •Anpassung Nutzungsplanung
  • •Baubewilligungsverfahren
  • •Erstellung Umweltverträglichkeitsbericht
  • •Umweltplanung und Austausch mit Behörden
  • •BIM-Management
  • •Oberbauleitung
  • •Hauptinbetriebnahmeleitung
  • •Gesamtleitung Gebäudetechnik
  • •Gesamtleitung Prozessgebäude
  • •Masterplanung Areal
  • •Fachplanung Verfahrenstechnik
  • •Fachplanung EMRSL-T
  • •Fachplanung Bunkerlösungssystem
  • •Fachplanung Staubbinde- und Staubsauganlage
  • •Fachplanung Tiefbau
  • •Fachplanung saure Fluggaschenwäsche

Film und Montage: Dominic Büttner, Hammerfilm. Im Auftrag von: Penzel Valier AG

Haben Sie Fragen zu diesem Projekt?

Unser Projektteam

Gesamtplanung

Gesamtleitung Bunker, Kesselgebäude, Energiezentrale, Fluwa-Gebäude, Rückbau Altanlage

TBF + Partner, Zürich

Dominique Dietschweiler, Andreas Egolf, Andreas Mettler, Joachim Rutz, Markus Wieduwilt

Fachplanung

Umweltplanung und Ersatzmassnahmen

TBF + Partner, Zürich

Susanne Haag, Mirjam Marty

Verkehrsplanung

TBF + Partner, Zürich

Andrin Csiba, Philippe Hirsiger

Standorte Schweiz

TBF + Partner AG
Schwanengasse 12
3011 Bern
TBF + Partner AG
Quai du Seujet 10
1201 Genf
TBF + Partner AG
Via Besso 42
6900 Lugano
TBF + Partner AG
Beckenhofstrasse 35
8006 Zürich

Standorte Deutschland

TBF + Partner AG
Alsterarkaden 9
20354 Hamburg
TBF + Partner AG
Mauerkircherstrasse 9
81679 München
TBF + Partner AG
Schlossstrasse 70
70176 Stuttgart

Standort in Italien

TBF + Partner S.r.l.
Via Napo Torriani 29
20124 Mailand
Copyright
Titelbild Reto Brüllhardt.
Für alle anderen Abbildungen, soweit nicht anders angegeben, liegt das Copyright bei TBF + Partner, Zürich.